Daten aus dem Logistikdaten-Graphen von project44 zeigen schnelle Routenänderungen von Schiffen und frühe Staus auf den Handelsrouten im Golf
CHICAGO — 10. März 2026 — Der aktuelle Supply Chain Insights Report von project44 zeigt, dass die durchschnittlichen täglichen Umleitungen in der Seefracht infolge der Störungen in der Straße von Hormus um mehr als 360 % gestiegen sind – von 218 auf 1.010 pro Tag. Am 5. März wurde der höchste Tageswert verzeichnet: 2.363 Umleitungen innerhalb von 24 Stunden. Der Anstieg stellt das höchste jemals im Korridor der Straße von Hormus verzeichnete Niveau an Umleitungsaktivität dar.
Die Straße von Hormus ist einer der weltweit wichtigsten maritimen Engpässe. Da sich die Verkehrsmuster der Schiffe verschieben, steigt der operative Druck in den umliegenden Golf-Hubs und auf nachgelagerten Handelsrouten. Alle großen Seefracht-Reedereien passen ihre Fahrpläne als Reaktion auf die Störung an, wobei MSC 59 % der erfassten Umleitungen ausmacht.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Die täglichen Umleitungen in der Seefracht stiegen nach der Störung in der Straße von Hormus um mehr als 360 %.
- Innerhalb eines einzigen 24-Stunden-Zeitraums wurden rekordverdächtige 2.363 Umleitungen erfasst – ein neuer Tagesrekord für Umleitungen in der Straße von Hormus.
- Die Umleitungsaktivität bei ausgehenden Verkehren konzentriert sich auf Golf-Gateways; Jebel Ali, Abu Dhabi und Hamad verzeichnen das höchste Umleitungsvolumen.
- Khawr Fakkan vereint etwa 15 % der gesamten Umleitungen auf sich, was eine deutliche Konzentration umgeleiteten Schiffsverkehrs widerspiegelt. Auch Sohar, Hambantota, Mundra und Mumbai erhalten umgeleitete Volumina, da Reedereien die Schiffrouten anpassen.
- In Indien nimmt die Überlastung der Häfen zu, da umgeleiteter Verkehr in die Region fließt: Die Ankunftsverzögerungen in Mundra sollen bis auf 49 Tage steigen, und die Abfahrtsverzögerungen in Navi Mumbai nehmen um 118 % zu.
Im Gegensatz zu früheren maritimen Störungen gibt es für Golf-Fracht keine alternative Langstreckenroute. Mehrere Häfen sind faktisch vom direkten Zugang zur Hochseeschifffahrt abgeschnitten, was die Abhängigkeit von umliegenden Hubs erhöht und das Risiko anhaltender Überlastung steigert. Da sich umgeleitete Volumina ansammeln, sind zusätzliche Fahrplaninstabilität und längere Transitzeiten auf den Handelsrouten im Nahen Osten und in Südasien wahrscheinlich. Angesichts anhaltender regionaler Unsicherheit und sich verändernder Bedingungen bei der Kriegsrisikoversicherung gibt es keinen klaren Zeitplan, wann sich die Transitmuster stabilisieren könnten.
Eine detaillierte Aufschlüsselung der Schiffsumleitungen, Liegezeitkennzahlen und Verzögerungstrends ist im vollständigen Datenbrief zur Schließung der Straße von Hormus von project44 verfügbar.
Durch die Nutzung seines globalen multimodalen Carrier-Netzwerks und KI-gestützter Störungsüberwachung versetzt project44 Kunden in die Lage, die erforderlichen Erkenntnisse zu gewinnen, um Umleitungsentscheidungen zu bewerten, Risiken zu reduzieren und die Kontinuität der Lieferkette aufrechtzuerhalten.
project44 wird das Verhalten der Schiffe, die Hafenleistung und die Fahrplanstabilität weiterhin beobachten, während sich die Lage weiterentwickelt.
